Carmina Burana (Carl Orff) & Orgelsinfonie (Camille Saint-Saëns)

Herrenhäuser Kirche

Rosina Herrera, Sopran
Martin Wille, Tenor
Werner Kraus, Bass
Martin Dietterle, Orgel
Kammerorchester Hannover
Kantorei Herrenhausen
Kinderkantorei Herrenhausen
Leitung: Martin Ehlbeck

Karten: 25 € / 18 (15) € / 14 (11) €
Kartentelefon der Herrenhäuser Kirche: 0171-1989 829, Gemeindebüro, Abendkasse, Laporte-Kartenshop (Karmarschstr. 30-32),
Buchhandlung an der Marktkirche


Die Carmina Burana ist ursprünglich eine Sammlung von im 11. und 12. Jahrhundert entstandenen Lied- und Dramentexten. Sie enthält über 240 Stücke. Ihre Inhalte sind vorwiegend moralisch-satirische Lieder, Frühlings- und Liebeslieder, Minne- und Trinklieder und geistliche Dramen.

Carl Orff entdeckte die Carmina Burana 1935 für sich und vertonte 24 dieser Texte in den Jahren 1935/1936. Er gestaltete die Musik nach bekannten Stilmerkmalen des Mittelalters wie etwa Bordunbegleitung oder historische Skalen.

Die Chöre und das Publikum lieben dieses Werk. Es ist jedoch eine Aufführung mit einem Orchester sehr aufwändig, da Orff sein Stück so reichhaltig instrumentiert und umfangreich besetzt hat. Deshalb wird es meist in der Fassung für zwei Klaviere aufgeführt. In dieser Form war es auch 2008 mehrfach in Hannover zu hören. Die Kantorei Herrenhausen bietet dem Zuhörer jedoch mit dem Kammerorchester Hannover die große Orchesterfassung, die überhaupt erst das gesamte reichhaltige Klangspektrum aufzeigt, das Orff sich erdachte.

Die Kantorei Herrenhausen ist in erster Linie ein Chor für Oratorien, Kantaten und gottesdienstliche Musik. Sie hat sich aber auch schon anderen Aufgaben gestellt. So wurden eine Ballettmusik (Fauré, Requiem, 1998) und zwei szenische Opernproduktionen (Bach, Matthäuspassion, 2000 und Händel, Belsazar, 2006) gemacht. Mit der Aufführung der Carmina Burana wendet sich die Kantorei Herrenhausen einmal wieder der Interpretation eines großen profanen Stückes zu.

Außerdem ist die Orgelsymphonie von Camille Saint-Saëns aus Anlass des 50ten Geburtstages der Herrenhäuser Orgel zu hören. Das Stück wurde in den Jahren 1885 und 1886 komponiert und ist dem Komponisten Franz Liszt gewidmet, den Saint-Saëns persönlich kannte. Der Komponist äußert sich wie folgt zu seinem Werk: „Hier habe ich alles gegeben, was ich geben konnte... so etwas wie dieses Werk werde ich nie wieder schreiben.“ Die Orgelsymphonie ist eine der herausragenden Kompositionen Saint-Saëns’ und zeigt den großartigen Zusammenklang von großem Orchester und Orgel.


Pilgerwanderung nach Walkenried

Kloster Walkenried (Foto: Guesti/Wikipedia)

In Verbindung mit der Apostelgemeinde bieten wir am 24. Juni 2017 wieder eine Pilgerwanderung an.

Der Pilgerweg im Sommer führt uns nach Walkenried. Das Kloster Walkenried ist eine ehemalige Zisterzienserabtei am Südrand des Harzes. Der Gebäudekomplex umfasst die Ruine der Klosterkirche sowie das größtenteils erhaltene gotische Klausurgebäude. Dieses wurde 2006 zu einem Museum ausgebaut.

Wir treffen uns am Sonnabend um 7.20 Uhr am Infopoint im Hauptbahnhof. Vom Bahnhof Northeim pilgern wir dann um Walkenried und treffen am Nachmittag zur Klosterbesichtigung ein. Von Walkenried aus fahren wir mit dem Zug zurück und sind um 20.25 Uhr wieder in Hannover.

Für gute Wanderbekleidung und Reiseproviant sorgen alle Teilnehmer/innen selbst. Für Rückfragen, auch zu möglicher finanzieller Unterstützung durch unsere Kirchengemeinde, stehe ich Ihnen gerne unter T. 0175 / 774 39 41 zur Verfügung.

Gernot Zwetz


Religramme – Gesichter der Religionen

Je vielfältiger und bunter die Welt der Religionen wird, umso wichtiger ist es, dass wir einander kennen lernen.

In der interaktiven Wanderausstellung „Religramme – Gesichter der Religionen“ begegnen Sie zwanzig Frauen und Männern aus zwanzig Religionsgemeinschaften. Sie antworten auf die Fragen: Was ist Dir wichtig an Deiner religiösen Tradition? Wie stehst Du zu Menschen mit anderer Religion? Was bedeutet es für Dich, in Niedersachsen zu leben? Sie geben uns Einblick in ihr privates Umfeld und ihre Gebetshäuser. Sie lassen uns teilhaben an den Klängen und wichtigen Texten ihrer religiösen Tradition. Entdecken Sie die religiöse und kulturelle Vielfalt Niedersachsens!

Sie können die Ausstellung noch bis zum 21. Juni 2017 in der Volkshochschule (Burgstraße 14, 30159 Hannover) besuchen. Geöffnet ist die Ausstellung montags bis freitags von 8.00 – 21.00 Uhr. An den Öffnungstagen werden von 17.00 – 18.00 Uhr auch öffentliche Führungen angeboten.

Veranstalter ist die Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers, vertreten durch das Haus kirchlicher Dienste.

Mehr Informationen zur Wanderausstellung erhalten Sie unter www.gesichter-der-religionen.de/ausstellung/hannover/


Neue Mitarbeiterin in der Kita Herrenhausen

Neue Kita-Mitarbeiterin: Gülsüm Can (Foto: Kerstin Danne)

Die Kita Herrenhausen freut sich:

„Herzlich willkommen” dürfen Kinder, Eltern und Mitarbeiter der Herrenhäuser Kinder­tagesstätte sagen.

Alle haben sich sehr gefreut, als wir erfahren haben, dass wir Frau Gülsüm Can zum 1. Mai 2017 als neues Team-Mitglied in unserer Einrichtung begrüßen dürfen. Wobei, so neu ist Frau Can uns nicht. In den letzten zwei Jahren haben wir sie durch viele Vertretungssituationen kennenlernen dürfen.

Wir wünschen Frau Can bei ihrer Arbeit hier bei uns in der Kindertagesstätte alles Gute und Gottes Segen.

Kerstin Danne


Ulrike Thiele: Ausbildung zur Pfarrverwalterin

Ulrike Thiele (Foto: Fotostudio Kurth)

Guten Tag, ich bin Ulrike Thiele und werde ab 1. August 2017 für ein Jahr in der Kirchengemeinde Herrenhausen-Leinhausen meine Ausbildung zur Pfarrverwalterin absolvieren.

Nun werden Sie sich fragen, was das ist: Die Landeskirche Hannover hat die Möglichkeit eröffnet, dass Diakoninnen und Diakone eine einjährige, individuelle Ausbildung zur Pfarrverwalterin absolvieren können. Ziel ist nach einem bestandenen Kolloquium die Übernahme einer Pfarrstelle. Ich bin eine von drei Diakoninnen und Diakonen, die diese Ausbildung in diesem Jahr beginnen.

Zu meinem beruflichen Werdegang: Nach meinem Studium der Religionspädagogik in Hannover habe ich als Diakonin gearbeitet. Ich bin Prädikantin und leite auch jetzt noch manchmal Gottesdienste in der Region Seelze. Seit 2013 bin ich Angestellte des Stadtkirchenverbandes. Dort war ich vier Jahre Koordinatorin für die Berufsgruppe der Diakoninnen und Diakone des Verbandes. Jetzt koordiniere ich das Ev. Flüchtlingsnetzwerk Hannover, Garbsen, Seelze.

Ich freue mich auf das Jahr Ausbildung in Ihrer Kirchengemeinde, besonders auf die Begegnungen und Gespräche mit Ihnen. Ich freue mich auf Sie!

Herzliche Grüße, Ihre Ulrike Thiele


Neu im Amtsbereich: Diakon Johannes Meyer

Guten Tag, mein Name ist Johannes Meyer und ich möchte mich Ihnen als neuer Diakon „in” der Kirchengemeinde Ledeburg-Stöcken vorstellen. Das Wörtchen „in” habe ich in Anführungszeichen gesetzt, denn ich bin Ansprechpartner für einen größeren Bereich im Amtsbereich Nord-West, aber mit einem Büro in der Kirchengemeinde Ledeburg-Stöcken in der Meyenfeldstr. 1. Meine Aufgabe soll es sein, in Stöcken die diakonische Arbeit vor Ort zu fördern.

Meine ersten Berufsjahre habe ich mit Offener Jugendarbeit im Jugendzentrum in Zweibrücken verbracht. Nach Heirat und erstem Kind zog es mich aber wieder nach Niedersachsen. Arbeitsorte waren Rodenberg und später Osterwald bei Garbsen. Im Raum Hannover war ich mit Brennpunktarbeit, d. h. mit diakonischer Arbeit und Konfirmandenunterricht betraut.

In meinem bisherigen Berufsleben hat es mir besonders Freude gemacht, neben dem Standbein in den Gemeinderäumen mit Jugendlichen, Erwachsenen oder Senioren unterwegs zu sein. Dazu gehörten zunächst Kanu-Jugendfreizeiten in Schweden und Freizeiten, in denen wir den Circus „Belly” begleiteten. Später hatte ich als Dienstfahrzeug einen Bauwagen mit Traktor, der auch Nachbarschafts­treffpunkt war. Als besonders spirituell habe ich die Zeit vor Augen, als ich mit Senioren von Loccum nach Volkenroda gepilgert bin.

Nun beginne ich mich in Stöcken einzuleben. Ich möchte nicht nur selber sehen, was in Stöcken nötig ist, darum bin ich sehr an Ih­ren Sichtweisen auf Stöcken interessiert und besuche z. Z. Menschen und Institutionen, die sich auskennen. Gerne aber komme ich auch mit Ihnen ins Gespräch – gern im Gemeindehaus, gern auf der Bank davor oder gern auch bei Ihnen. Sie erreichen mich unter 0173/63 42 413 oder
Johannes.Meyer@evlka.de.

Diakon Johannes Meyer


Der Gärtner als Philosoph

Ein Interview mit Ronald Clark, dem Leiter der Herrenhäuser Gärten

Pastor Olaf Koeritz: Lieber Herr Clark, seit 2005 sind Sie der Leiter der Herrenhäuser Gärten. Wie genau, d. h. mit welchem Titel, würden Sie Ihre Tätigkeit bezeichnen?

Ronald Clark: Ich habe Gartenbau und Landschaftspflege studiert und in beiden Fächern auch meinen Abschluss gemacht. Heute würde ich mich eher als Parkmanager bezeichnen. Es gehört heute sehr viel Verwaltung und Finanzmanagement dazu und eben die Organisation vielfältiger Veranstaltungen. Der direkte Gartenbereich nimmt vielleicht noch 10 – 15% meiner Zeit in Anspruch. Dennoch haben die Menschen, die die Gärten besuchen und mit mir sprechen, immer den Anspruch an mich, ich müsste mich mit allem gut auskennen. Sie erwarten, dass ich die Pflanzen und sogar deren Pflege, z. B. bei Orchideen, kenne und erklären kann.

Was macht das Besondere der Herrenhäuser Gärten aus?

Sie sind seit ca. 300 Jahren so in ihrer ursprünglichen Struktur belassen worden und waren damit schon sehr bald eines der ersten Beispiele für Gartendenkmalspflege. In den Herrenhäuser Gärten stehen mit dem Berggarten, dem Georgengarten und dem Großen Garten drei unterschiedliche Stile von Gärten nebeneinander zur Verfügung.

Den Unterschied kann man sehr schön daran deutlich machen, wie Menschen sich durch diese Gärten hindurchbewegen. Probieren Sie es doch selbst einmal aus! Ich behaupte, durch den Berggarten gehen die Menschen fast mit der Nase auf der Erde oder mit den Augen immer stark auf die Schilder gerichtet.

Wer den Georgengarten nutzt, der geht spazieren, der joggt, der sitzt auf der Wiese und grillt. Das ist ein typischer Freizeitgarten. Wer dagegen durch den Großen Garten geht, der „schreitet“. So bedingen die verschiedenen Gärten diese verschiedenen Arten sie zu begehen.

Und noch etwas zeichnet die Herrenhäuser Gärten aus, was sie z. B. mit Friedhöfen gemeinsam haben: Sie werden von den Menschen als Orte der Sicherheit betrachtet. Es gibt am Eingang Kontrollen. Das vermittelt das Gefühl, in einem geschützten Raum gut aufgehoben zu sein.

Natur und Kultur, Natur und Kunst gehen in den Herrenhäuser Gärten eine enge Verbindung ein. Das ist doch Zufall!

Der große Garten war von Anfang an Gartenkunst. Dazu muss man aber auch wissen, dass die Menschen zur Zeit der Gründung des Großen Gartens eine ganz andere Vorstellung von Natur hatten. Der geschnittene Garten, das war die Natur. Außerhalb dieses Gartens, da war bedrohliche, chaotische Wildnis.

Darüber hinaus wollte man weg von den „Kohlgärten“, hin zur Gartenkunst. Und Gartenkunst verstand man zur damaligen Zeit durchaus (ähnlich wie in der Musik und Architektur) als angewandte Mathematik. Das gilt übrigens ebenso für den Georgengarten, auch wenn es dort keine geraden Linien sind, die den Raum gliedern. Gartenkunst ist also angewandte Mathematik – aber mit durchaus entscheidenden Abweichungen von der perfekten Geometrie. So gibt es im ganzen Großen Garten keinen rechten Winkel. Das hat man damals bewusst gemacht, weil es sonst als langweilig empfunden worden wäre. Das leicht Schiefe oder Schräge macht den Reiz für das menschliche Empfinden aus. Getreu dem Satz: „Wahre Schönheit ist nicht perfekt; das Wunder braucht ein Geheimnis.“

Die Herrenhäuser Gärten dienten auch immer zur Demonstration der absoluten Macht der Herrscher. Sie waren zugleich Festraum. So zogen der Hof und damit auch der Garten die Kultur an. Das Heckentheater wurde bespielt, es wurden Bälle organisiert und die Regenten und Regentinnen haben nicht allein zugeschaut, sondern waren oft Mitspieler/innen auf der Bühne.

Es gibt einen Teil im Berggarten, der Paradies heißt. Können Sie der Verbindung der Begriffe Garten und Paradies etwas abgewinnen?

Das kommt natürlich immer darauf an, wie man Paradies definiert. Auf jeden Fall gibt es eine Sehnsucht in uns Menschen: Wie bekomme ich etwas vom Paradies zurück, das ich dann aber zugleich selbst gestalten kann (siehe die biblische Aufforderung, die Erde zu „bebauen und zu bewahren“)? Überall dort, wo eine Blume wächst und nicht allein dem Nutzen dient, da beginnt die Schönheit, die Kultur. Bedenkt man dann noch, dass früher der Große Garten zu 50 Prozent Nutzgarten war, dann kamen hier Schönheit und Nützlichkeit großartig zusammen.

Zugleich lehrt einen der „Paradiesgarten“ aber auch die Demut. Ich kann und will im Garten gestalten und zugleich setzt mir die Natur, die bis heute oft genug macht, was sie will, ihre Grenze. Nicht alles, was ich plane, gelingt darum auch.

Und noch etwas können wir im und an den Gärten lernen. „Garten denken“ heißt in den Kreisläufen der Natur zu denken und sich der eigenen Vergänglichkeit immer bewusst zu bleiben. Beides lässt sich verschiedentlich in den Gärten entdecken.

Welche Ideen für die Zukunft im Blick auf die Gärten treiben Sie noch um?

Ich würde gern an der Stelle des heutigen Kanarenhauses ein großes neues Ausstellungshaus bauen. Dazu möchte ich gern das einzigartige Gartentheater wieder in seinen Originalzustand zurückverwandeln. Ich hoffe, dass dies noch gelingt.

Lieber Herr Clark, vielen Dank für dieses intensive Gespräch.


Gelungener Start der Abendgottesdienste in der Herrenhäuser Kirche

Am 9. April hat der erste Abendgottesdienst 2017 stattgefunden. Mehr als 60 Besucher/innen kamen trotz wunderbarem Frühlingswetter und feierten einen Gottesdienst zur guten Zeit mit unterschiedlichen Elementen, vielen neuen Liedern und nahmen einiges zum Nachdenken zum Thema Luther und Gedanken, was ein Leben verändern kann, in ihren Alltag mit. Gemeinsam bei Gesprächen und kleinen Leckereien klang der Abend aus. Sollten Sie auch den Abendgottesdienst am 21. Mai verpasst haben, dann müssen Sie sich unbedingt den 13. August in Ihrem Kalender anstreichen, da findet unser 3. Abendgottesdienst statt.

Das Vorbereitungsteam freut sich auf weitere Mitstreiter/innen und über die gemeinsame Vorbereitungszeit.

Christiane Roth-Schönfeld


Ein Schutzengel für einen großen Schritt

(Foto: Kerstin Danne)

Liebe Vorschulkinder, es waren schöne Jahre mit Euch, Ihr habt viel gelernt und viele Freunde gefunden.

Nun beginnt ein neuer Lebensabschnitt für Euch, die Kindergartenzeit ist (bald) vorbei. Und Ihr habt es geschafft und dürft endlich zur Schule gehen, neue Freunde kennen lernen, Sachen erlernen wie Lesen, Schrei­ben, Rechnen, aber auch Stillsitzen. Lehrer werden Euch begleiten und auch Eure Familien werden lernen dürfen, mit den vielfältigen Herausforderungen umzugehen.

Wir vom Kindergarten wünschen Euch und Euren Familien ganz viel Mut und Kraft, Selbstbewusstsein und Einfühlungsvermögen, die kommenden Aufgaben zu meistern.

Möge Gott immer an Eurer Seite sein.

Euer Kindergarten-Team Herrenhausen


500 Jahre Thesenanschlag Martin Luther

Im Oktober 2017 jährt sich der Thesenanschlag Martin Luthers zum 500. Mal. Die 95 Thesen, die er an die Kirchentür geschlagen haben soll, entsetzten natürlich den katholischen Klerus, besonders den Papst und demzufolge auch den katholischen Kaiser Karl.

Kaiser Karl berief deshalb 1521 den Reichstag in Worms ein, wo über das weitere Vorgehen gegen Luther, dem freies Geleit zugesichert war, beraten wurde. Papst Leo X. exkommunizierte Luther und ließ die Gefolgsleute verfolgen. Zu weiteren Entscheidungen wie z. B. zur Reichsacht kam es aber nicht, weil der Kurfürst von Sachsen, Friedrich der Weise, Martin Luther beistand.

Nicht viele Ereignisse haben die Welt so verändert wie diese Glaubens-Revolution, die mit Martin Luthers Anschlag der 95 Thesen begann.

Doch welche Auswirkungen hatte die Reformation eigentlich auf unsere Region?

1520 übernahm Herzog Ernst (der Bekenner) von Braunschweig-Lüneburg – zunächst gemeinsam mit seinem älteren Bruder Otto – die Regierung des Fürstentums Lüneburg. Ernst war ein Neffe von Friedrich dem Weisen. Er erhielt ab 1512 seine Ausbildung an der Universität in Wittenberg und wurde dort von der Lehre Martin Luthers geprägt.

In Celle fand sich schon 1524 ein Kreis evangelisch Gesinnter zusammen. Der Landtag in Celle gab dann die Zustimmung zur Reformation. 1526 wurde Burgdorf evangelisch, 1527 Uelzen. Andere Städte des Herzogtums folgten. Ab 1527 griff Herzog Ernst mit seinem Artikelbuch selbst in die Kirchenlehre des Fürstentums ein, er nahm Visitationen vor. Dabei sollten alle kirchlichen Einrichtungen zum neuen Glauben geführt werden. 1530 lernte der Herzog den Prediger Urbanus Rhegius (Urban Rieger) kennen und veranlasste ihn, als Superintendent das Kirchenwesen des Landes neu zu ordnen.

In Hannover regierte Herzog Erich der Ältere von Calenberg-Göttingen. Erich war bekennender Katholik. Im Gegensatz zur hannoverschen Bürgerschaft tendierte der Rat der Stadt Hannover ebenfalls zum Katholizismus. Die Bürger fühlten sich in ihrer Selbständigkeit und Freiheit eingeengt.

Wortführer der Bürger war Dietrich Arnsborg. Am 26. Juni 1533 ließ er auf dem Marktplatz die versammelten hannoverschen Bürger schwören, zu der von Martin Luther angestoßenen neuen kirchlichen Lehre zu stehen. Das war der Beginn der Reformation „von unten“ gegen den Willen des Klerus und des katholischen Landesherrn. Das Bild im Hod­lersaal des Neuen Rathauses zeigt diese Szene.

Die Einwohner der Vordörfer (hierzu gehörte auch Herrenhausen) blieben noch katholisch gesinnt (wohl unter dem Einfluss des „wundertätigen“ Marienbildes von Hainholz, das ihnen viel Verdienst gebracht hatte). Eine Notiz aus einer Hainhölzer Akte: „Anno 1544 ist diese Kirche hier zum Heinholtz auß Päbstlicher Finsterniß an das Licht deß heiligen Evangelii gebracht worden“.

Gitta Kirchhefer


Ein Fest für Alle

Hannover feiert das Jubiläum der Reformation

Es ist ein Fest für alle. Es ist ein Fest der Vielfalt. Es ist ein Fest in der Mitte der Stadt. Es ist DAS FEST zum Jubiläum der Reformation in Hannover:

„Vergnügt.erlöst.befreit.Leben“ ist das Begleitwort für Sonnabend, 26. August 2017, wenn der Evangelisch-lutherische Stadtkirchenverband in Hannovers Altstadt zum Feiern einlädt.

In und an den Kirchen der Innenstadt wird es ein ebenso interessantes wie vielfältiges und außergewöhnliches Musik- und Kulturprogramm geben. Den ganzen Tag wird die Innenstadt pulsieren – voller Gedanken und Ideen, voller Fröhlichkeit und Freude, voller Lebendigkeit und Schwung. Eben „vergnügt.befreit.erlöst“, wie es eine Psalmzeile von Hanns-Dieter Hüsch vorgibt. Diese Zeile lieferte auch den Titel für eine Komposition von Alfred Koerppen, die am Festtag in Hannover ihre Welturaufführung erlebt.

Eingeladen sind die Bürgerinnen und Bürger aus Stadt und Region Hannover, völlig unabhängig von Alter und Konfession. „Es wird ein Fest für alle in der Mitte der Stadt. Dort ist unser Platz“, positioniert Stadtsuperintendent Hans-Martin Heinemann die Evangelisch-lutherische Kirche, die zum Reformationsjubiläum Gastgeberin für alle ist.

95 Tage vor Beginn des Festes - am 22. Mai 2017 - wird das detaillierte Programm öffentlich vorgestellt. Aber so viel kann schon verraten werden: Rund um die Marktkirche gibt es Plätze der Begegnungen, Darstellungen und Beteiligungen. In der Aegidienkirche legen Rapper und DJs nicht nur für Jugendliche auf. In der Neustädter Hof- und Stadtkirche rückt die Zukunft der Religion in der Zivilgesellschaft in den Fokus. Zum Diskurs darüber haben unter anderem bereits der EKD-Vorsitzende Heinrich Bedford-Strohm und Reformationsbotschafterin Margot Käßmann zugesagt. Am Leineufer schlägt die Evangelische Jugend ihr Aktionscamp auf. Zudem gibt es neben viel, viel Musik unter anderem Impulsworte, Orgelfenster, Marktstände, Stundengebete und einen Vesperweg sowie Gelegenheiten der Begegnung, der Stärkung und des Wiedersehens.

Joachim Stever
Referent für Öffentlichkeitsarbeit
Evangelisch-lutherischer Stadtkirchenverband Hannover

Mehr zum Fest für Alle finden Sie unter www.einfestfueralle.de


Sommerfest an der Herrenhäuser Kirche

Merken Sie sich bitte schon einmal den Sonntag, 20. August 2017 vor. Um 14 Uhr beginnt das Sommerfest mit einem Familiengottesdienst, danach laden wir wieder zu Aktivitäten auf der Gemeindewiese und im Gemeindehaus ein.

Für das leibliche Wohl wird ebenfalls gesorgt.

Mehr zum Programm unseres Gemeindefestes erfahren Sie in der nächsten Gemeindebrief-Ausgabe und natürlich hier.


Werden Sie Pfeifenpate, weil...

Herrenhäuser Orgel

... die Orgel in der Herrenhäuser Kirche mehr Klangfarben erhalten soll.

Die Orgel muss dringend renoviert werden. Bei dieser Gelegenheit möchten wir sie um einige Klänge erweitern, die die Vorgängerorgel besonders ausgezeichnet haben. Dies soll die Möglichkeiten von Musik im Gottesdienst und bei Konzerten wesentlich verbessern.

Wir brauchen dazu Ihre Hilfe. Von den Gesamtkosten von 156.000 € müssen durch Spenden und Pfeifenpatenschaften vor Ort 60.000 € aufgebracht werden. Übernehmen Sie eine Pfeifenpatenschaft. Nähere Informationen, den Info-Flyer und die noch freien Orgelpatenschaftenfinden sie unter Gemeinde / Pfeifenpatenschaften.


Jubelkonfirmation 2017

(Foto: Lotz)

Am 24. September feiern wir mit Pastor Olaf Koeritz in der Herrenhäuser Kirche wieder die Jubelkonfirmationen. Alle, die 1967 (Goldene Konfirmation), 1957 (Diamantene Konfirmation), 1952 (Eiserne Konfirmation) oder 1946 (Gnadenkonfirmation) in der Herrenhäuser Kirche oder in einer anderen Gemeinde konfirmiert wurden, können sich im Gemeindebüro unter Tel. 79 32 42 anmelden.

Sie gehören noch zu den Generationen, in denen bis zu 200 Mädchen und Jungen konfirmiert wurden. Für heutige Zeiten eine gigantische Zahl und eine Herausforderung für uns, Sie alle zu finden, um Ihnen eine Einladung zukommen zu lassen. Melden Sie sich bitte bei uns, wenn Sie eingeladen werden möchten und uns vielleicht auch Adressen von Mitkonfirmierten zukommen lassen können. Wir freuen uns auf Sie und Ihre Mithilfe.


AusZeit

Unter dem Titel "AusZeit" laden wir herzlich ein zu unserem besonderen Gottesdienst zur guten Stunde: Sonntagabend um 18.00 Uhr in der Herrenhäuser Kirche.

Zu einer anderen Zeit, zusammen im Team, mit Anregungen zum Nachdenken und Mittun wollen wir uns in 2017 mit vier Abendgottesdiensten Martin Luther annähern. Im Anschluss an den Gottesdienst laden wir zu einem Austausch mit Genuss im Kirchenvorraum ein.

1. AusZeit am 9. April 2017, 18 Uhr
    „Wenn der Blitz einschlägt…kann es ein Leben verändern?!”

2. AusZeit am 21. Mai 2017, 18 Uhr
    „Twittern – Thesen – Temperamente”

Sagen Sie es weiter und bringen Sie Ihre Familie, Freunde und Nachbarn mit. Wir freuen uns auf gemeinsame AusZeiten mit Ihnen.


Anmeldung zum Konfirmandenunterricht

Grafik: Pfeffer


Jugendliche ab 12 Jahren, die im Jahr 2019 konfirmiert werden möchten, können zum Konfirmandenunterricht angemeldet werden. Auch diejenigen, die noch nicht getauft sind, können am Konfirmandenunterricht teilnehmen.

Auf Informationsabenden der einzelnen Gemeinden der Region wird das Unterrichtsmodell vorgestellt und es werden mögliche Unterrichtsgruppen eingeteilt. Dabei arbeiten die Kirchengemeinden der Region eng zusammen, sodass die Jugendlichen eine passende Gruppe finden können.

Termine der Informationsabende:

  • Herrenhausen-Leinhausen: Mittwoch, 31. Mai um 19.00 Uhr
  • Zachäusgemeinde: Dienstag, 30. Mai um 19.45 Uhr
  • Ledeburg-Stöcken: Donnerstag, 1. Juni um 19.00 Uhr

Sonntagscafé

Jeden 3. Sonntag im Monat hat das Gemeindecafé (in der Cafeteria) von 14.00 – 17.00 Uhr geöffnet und bietet allen Besuchern neben Tee, Kaffee und Kaltgetränken auch eine Auswahl an selbstgebackenen Kuchen.

Jeder ist herzlich willkommen!

Die Cafeteria am Sonntagnachmittag findet im April ausnahmsweise nicht wie üblich am dritten Sonntag im Monat, sondern bereits am Sonntag, 9. April ab 14 Uhr statt!

Wiebke Goldmann-Köhler


Jahreslosung 2017

Jahreslosung 2017

(Grafik: GEP)