AusZeit-Abendgottesdienste nehmen weiter Fahrt auf

Sehr herzlich möchten wir Sie und Euch zu den nächsten beiden AusZeit-Gottesdiensten einladen.

Der erste findet am 13. August um 18 Uhr statt und wird sich unter dem Thema „Singet dem Herrn ein neues Lied“ der Bedeutung der neuen Musik für Gottesdienst und Glaube widmen. Dies geschieht vor dem Hintergrund, dass auch für Martin Luther die Musik einen wichtigen Stellenwert im Rahmen des Gottesdienstes hatte.

Als Gast werden wir Til von Dombois, den Popkantor der Landeskirche, mit seiner Band begrüßen können. Mit ihm wollen wir dem Thema sehr praktisch auf der Spur sein. Neue Lieder selber singen, hören und darüber sprechen – dazu wollen wir Raum und Gelegenheit geben.

Der AusZeit-Gottesdienst am 17. September wird sich unter dem Titel „Bibel – und endlich können alle mitreden?!“ die Frage der Bibelübersetzung vornehmen. Luther kann nicht als erster, aber bis heute als maßgeblicher Übersetzer der Bibel gelten. Er hat „dem Volk aufs Maul geschaut“, um eine Sprache zu finden, die die Menschen damals erreichte. Gelingt das heute immer noch? Was müsste geschehen, um den Schatz der Bibel heben zu können?

Beide Gottesdienste zur guten Stunde beginnen wie mittlerweile gewohnt um 18.00 Uhr. Ausklingen werden die Gottesdienste mit einem Zusammensein im Vorraum der Kirche bei Getränken und kleinen Speisen.

Ach ja, noch eins – sagen Sie es bitte weiter!

Pastor Olaf Koeritz und Team


Der etwas andere Stadtspaziergang

Kennen Sie Hannover? Egal, ob Sie diese Frage mit „ja” oder „nein” beantworten: Sie sind herzlich eingeladen, am Samstag, den 5. August 2017 an einem Stadtspaziergang teilzunehmen.

Wir treffen uns um 14 Uhr vor dem Neuen Rathaus. Von dort werden Sie in Kleingruppen auf den Weg geschickt. Anhand einer Beschreibung soll der Weg gefunden werden und zwischendurch sind kleine Aufgaben zu lösen. Diese setzen zwar keinerlei besondere Kenntnisse voraus, aber manchmal muss man dafür ein wenig „um die Ecke” denken. 

Nach ca. 2 ½ Stunden können Sie sich auf den Rückweg zum Gemeindehaus im Hegebläch 18 begeben. Dort endet die Veranstaltung gemütlich bei einem kleinen Imbiss.

Bitte melden Sie sich im Gemeindebüro an (kg.herrenhausen-leinhausen@evlka.de oder T. 79 32 42)!

Karin und Oliver Hehl


Sommerfest an der Herrenhäuser Kirche

Merken Sie sich bitte schon einmal den Sonntag, 20. August 2017 vor. Um 14 Uhr beginnt das Sommerfest mit einem Familiengottesdienst mit der Kinderkantorei und Begrüßung der neuen Kindergartenkinder.

Von 15 Uhr bis 18 Uhr erwartet Sie ein buntes Programm auf der Wiese und im Gemeindehaus mit Waffeln, Grillstand, Getränken, Cocktails, Kaffeetafel, Kuchenbuffet, Bücherflohmarkt, Glückskiste, Spielwiese, Handarbeitsstand, Schmuckbörse, Handläuten, Orgelführungen, Töpfern für Kinder, mittelalterlichem Mitmach-Kunsthandwerk und mehr.

Das Sommerfest klingt ab 18 Uhr mit einem offenen Singen auf der Wiese aus.


43. Kirchenvorstandssplitter

Herzlich möchten wir Sie schon jetzt zur Gemeindeversammlung am Sonntag, den 15. Oktober 2017 nach dem Gottesdienst in den Gemeindesaal einladen. Der Kirchenvorstand (KV) und das Pfarramt möchten Ihnen gerne darlegen, welche Arbeitsbereiche und Projekte sie im letzten Jahr besonders beschäftigt haben. Gleichzeitig soll auch ein Ausblick auf die zukünftige Arbeit gegeben werden. Dieser ist natürlich besonders von der im März anstehenden KV-Wahl geprägt. Einerseits hat der jetzige KV Zukunftspläne, weiß aber auch, dass neue KV-Mitglieder neue Ideen mitbringen werden. Die Gemeindeversammlung bietet Ihnen natürlich auch Gelegenheit Fragen zu stellen, Kritik zu üben und eigene Anliegen vorzubringen. Wir freuen uns auf eine rege Beteiligung und Anregungen von Ihrer Seite.

Erinnern möchten wir noch einmal an unseren Aufruf, uns Menschen zu nennen, die sich als neue Kandidatinnen und Kandidaten für die Kirchenvorstandswahlen im März 2018 aufstellen lassen möchten. Selbstverständlich können Sie uns auch ansprechen, wenn Sie selbst kandidieren möchten. Was dabei wichtig ist, der/ die Kandidat/in muss Gemeindeglied und mindestens 18 Jahre alt sein, dies hatten wir bereits erwähnt. Was noch wichtig ist, sie oder er muss fünf Unterschriften von Kirchengliedern beibringen, die ihre/seine Kandidatur befürworten. Wir freuen uns auf Ihre Vorschläge.

Christiane Roth-Schönfeld


Jeder braucht ein Stück vom Kuchen…

Wer den Kuchen gebacken hat, welche Zutaten er enthält, wie er aussieht, ob rund wie eine Torte, ob schön verziert oder eckig wie ein Sandkuchen, darauf kommt es in unserem Fall nicht an. Hauptsache, er ist vorhanden.

Als ein Geschenk, dienstags, zur Zeit des Diakonischen Mittagessens. Da finden wir manchmal zu Beginn den Hinweis auf einem Zettel: „Kuchen im Kühlschrank! Zum Verteilen!”. Das ist dann ein hochwillkommenes Angebot für unsere Gäste. Und sie freuen sich, wenn wir ihn später verteilen.

Doch Kuchen meint nicht nur einen Genuss, eine Ausnahme auf dem täglichen Speisezettel, sondern vor allem etwas, was der Seele guttut.

Dienstags um 12.00 Uhr ist Kuchen freilich die Ausnahme, aber wir als Team, die wir mit dem Glockenschlag die schweren Deckel der Behälter mit den Speisen heben und uns vom Inhalt überraschen lassen, haben außerdem noch etwas zu verteilen: Zuwendung und Freundlichkeit für die Menschen, die oft einen weiten Weg zurücklegen, um dabei zu sein. Viele Gesichter kennen wir bereits, manche sind neu und erwartungsvoll. Ein freundlicher Blick ist süß für die Seele, den haben wir zu verteilen. Ein offenes Ohr für ein besonderes Anliegen. Einen Trauerfall in der Familie, die Beklemmung vor einer bevorstehenden Operation. Das Alter plagt und lässt nachts nicht schlafen, das ist bitter wie die aufkommende Demenz eines Familienangehörigen, die den Tagesablauf durcheinanderbringt.

Bunt wie ein Fleckerlteppich und geheimnisvoll sind die Schicksale unserer Gäste. Hell die Dankbarkeit, die zurückkommt, für die Gemeinschaft, für die Abwechslung, den Austausch untereinander.

„Es ist nicht immer Zeit, Kuchen zu verteilen, es ist aber Zeit, dass ich hinhöre und es seh‘, damit ich nicht vorübergeh‘, wenn and’re Hilfe brauchen” textete hierzu passend Clemens Bittlinger in den letzten Zeilen eines seiner neueren Lieder.

Barbara Mauritz

Beim Diakonischen Mittagessen wird dienstags um 12 Uhr in der Cafeteria im Gemeindehaus allen Gästen ein warmes Essen für 1 Euro angeboten. Wir wären Ihnen dankbar, wenn Sie uns dabei mit einer regelmäßigen oder gelegentlichen Spende unterstützen würden! Nähere Informationen erhalten Sie bei Barbara Mauritz unter Tel. 0511/271 43 08 oder unter Angebote > Diakonisches Mittagessen.

Heitere und sommerliche Orgelmusik

Martin Ehlbeck an der Herrenhäuser Orgel (Foto: Titus Nessel)
Orgelkonzert
15. September, 19.00 Uhr
Herrenhäuser Kirche

Martin Ehlbeck spielt Werke verschiedener Komponisten

Ein Gesprächskonzert auf der Orgelempore

Der Eintritt ist frei!


Feiern Sie mit uns Erntedank

Am 1. Oktober um 10 Uhr laden wir Sie herzlich zum Erntedankgottesdienst mit anschließendem gemeinsamen Essen im Gemeindesaal ein. Genießen Sie zuerst den wunderschön geschmückten Altarraum, den Gottesdienst und danach verschiedene leckere selbst gekochte Eintopf­gerichte.

Um besser planen zu können, freuen wir uns, wenn Sie sich im Gemeindebüro, Tel. 79 32 42 oder per EMail: kg.herrenhausen-leinhausen@evlka.de, zum Essen anmelden. Spontane Mitesser/innen sind natürlich auch willkommen!


Neue Mitarbeiterin in der Kita Herrenhausen

Neue Kita-Mitarbeiterin: Gülsüm Can (Foto: Kerstin Danne)

Die Kita Herrenhausen freut sich:

„Herzlich willkommen” dürfen Kinder, Eltern und Mitarbeiter der Herrenhäuser Kinder­tagesstätte sagen.

Alle haben sich sehr gefreut, als wir erfahren haben, dass wir Frau Gülsüm Can zum 1. Mai 2017 als neues Team-Mitglied in unserer Einrichtung begrüßen dürfen. Wobei, so neu ist Frau Can uns nicht. In den letzten zwei Jahren haben wir sie durch viele Vertretungssituationen kennenlernen dürfen.

Wir wünschen Frau Can bei ihrer Arbeit hier bei uns in der Kindertagesstätte alles Gute und Gottes Segen.

Kerstin Danne


Ulrike Thiele: Ausbildung zur Pfarrverwalterin

Ulrike Thiele (Foto: Fotostudio Kurth)

Guten Tag, ich bin Ulrike Thiele und werde ab 1. August 2017 für ein Jahr in der Kirchengemeinde Herrenhausen-Leinhausen meine Ausbildung zur Pfarrverwalterin absolvieren.

Nun werden Sie sich fragen, was das ist: Die Landeskirche Hannover hat die Möglichkeit eröffnet, dass Diakoninnen und Diakone eine einjährige, individuelle Ausbildung zur Pfarrverwalterin absolvieren können. Ziel ist nach einem bestandenen Kolloquium die Übernahme einer Pfarrstelle. Ich bin eine von drei Diakoninnen und Diakonen, die diese Ausbildung in diesem Jahr beginnen.

Zu meinem beruflichen Werdegang: Nach meinem Studium der Religionspädagogik in Hannover habe ich als Diakonin gearbeitet. Ich bin Prädikantin und leite auch jetzt noch manchmal Gottesdienste in der Region Seelze. Seit 2013 bin ich Angestellte des Stadtkirchenverbandes. Dort war ich vier Jahre Koordinatorin für die Berufsgruppe der Diakoninnen und Diakone des Verbandes. Jetzt koordiniere ich das Ev. Flüchtlingsnetzwerk Hannover, Garbsen, Seelze.

Ich freue mich auf das Jahr Ausbildung in Ihrer Kirchengemeinde, besonders auf die Begegnungen und Gespräche mit Ihnen. Ich freue mich auf Sie!

Herzliche Grüße, Ihre Ulrike Thiele


Neu im Amtsbereich: Diakon Johannes Meyer

Guten Tag, mein Name ist Johannes Meyer und ich möchte mich Ihnen als neuer Diakon „in” der Kirchengemeinde Ledeburg-Stöcken vorstellen. Das Wörtchen „in” habe ich in Anführungszeichen gesetzt, denn ich bin Ansprechpartner für einen größeren Bereich im Amtsbereich Nord-West, aber mit einem Büro in der Kirchengemeinde Ledeburg-Stöcken in der Meyenfeldstr. 1. Meine Aufgabe soll es sein, in Stöcken die diakonische Arbeit vor Ort zu fördern.

Meine ersten Berufsjahre habe ich mit Offener Jugendarbeit im Jugendzentrum in Zweibrücken verbracht. Nach Heirat und erstem Kind zog es mich aber wieder nach Niedersachsen. Arbeitsorte waren Rodenberg und später Osterwald bei Garbsen. Im Raum Hannover war ich mit Brennpunktarbeit, d. h. mit diakonischer Arbeit und Konfirmandenunterricht betraut.

In meinem bisherigen Berufsleben hat es mir besonders Freude gemacht, neben dem Standbein in den Gemeinderäumen mit Jugendlichen, Erwachsenen oder Senioren unterwegs zu sein. Dazu gehörten zunächst Kanu-Jugendfreizeiten in Schweden und Freizeiten, in denen wir den Circus „Belly” begleiteten. Später hatte ich als Dienstfahrzeug einen Bauwagen mit Traktor, der auch Nachbarschafts­treffpunkt war. Als besonders spirituell habe ich die Zeit vor Augen, als ich mit Senioren von Loccum nach Volkenroda gepilgert bin.

Nun beginne ich mich in Stöcken einzuleben. Ich möchte nicht nur selber sehen, was in Stöcken nötig ist, darum bin ich sehr an Ih­ren Sichtweisen auf Stöcken interessiert und besuche z. Z. Menschen und Institutionen, die sich auskennen. Gerne aber komme ich auch mit Ihnen ins Gespräch – gern im Gemeindehaus, gern auf der Bank davor oder gern auch bei Ihnen. Sie erreichen mich unter 0173/63 42 413 oder
Johannes.Meyer@evlka.de.

Diakon Johannes Meyer


Der Gärtner als Philosoph

Ein Interview mit Ronald Clark, dem Leiter der Herrenhäuser Gärten

Pastor Olaf Koeritz: Lieber Herr Clark, seit 2005 sind Sie der Leiter der Herrenhäuser Gärten. Wie genau, d. h. mit welchem Titel, würden Sie Ihre Tätigkeit bezeichnen?

Ronald Clark: Ich habe Gartenbau und Landschaftspflege studiert und in beiden Fächern auch meinen Abschluss gemacht. Heute würde ich mich eher als Parkmanager bezeichnen. Es gehört heute sehr viel Verwaltung und Finanzmanagement dazu und eben die Organisation vielfältiger Veranstaltungen. Der direkte Gartenbereich nimmt vielleicht noch 10 – 15% meiner Zeit in Anspruch. Dennoch haben die Menschen, die die Gärten besuchen und mit mir sprechen, immer den Anspruch an mich, ich müsste mich mit allem gut auskennen. Sie erwarten, dass ich die Pflanzen und sogar deren Pflege, z. B. bei Orchideen, kenne und erklären kann.

Was macht das Besondere der Herrenhäuser Gärten aus?

Sie sind seit ca. 300 Jahren so in ihrer ursprünglichen Struktur belassen worden und waren damit schon sehr bald eines der ersten Beispiele für Gartendenkmalspflege. In den Herrenhäuser Gärten stehen mit dem Berggarten, dem Georgengarten und dem Großen Garten drei unterschiedliche Stile von Gärten nebeneinander zur Verfügung.

Den Unterschied kann man sehr schön daran deutlich machen, wie Menschen sich durch diese Gärten hindurchbewegen. Probieren Sie es doch selbst einmal aus! Ich behaupte, durch den Berggarten gehen die Menschen fast mit der Nase auf der Erde oder mit den Augen immer stark auf die Schilder gerichtet.

Wer den Georgengarten nutzt, der geht spazieren, der joggt, der sitzt auf der Wiese und grillt. Das ist ein typischer Freizeitgarten. Wer dagegen durch den Großen Garten geht, der „schreitet“. So bedingen die verschiedenen Gärten diese verschiedenen Arten sie zu begehen.

Und noch etwas zeichnet die Herrenhäuser Gärten aus, was sie z. B. mit Friedhöfen gemeinsam haben: Sie werden von den Menschen als Orte der Sicherheit betrachtet. Es gibt am Eingang Kontrollen. Das vermittelt das Gefühl, in einem geschützten Raum gut aufgehoben zu sein.

Natur und Kultur, Natur und Kunst gehen in den Herrenhäuser Gärten eine enge Verbindung ein. Das ist doch Zufall!

Der große Garten war von Anfang an Gartenkunst. Dazu muss man aber auch wissen, dass die Menschen zur Zeit der Gründung des Großen Gartens eine ganz andere Vorstellung von Natur hatten. Der geschnittene Garten, das war die Natur. Außerhalb dieses Gartens, da war bedrohliche, chaotische Wildnis.

Darüber hinaus wollte man weg von den „Kohlgärten“, hin zur Gartenkunst. Und Gartenkunst verstand man zur damaligen Zeit durchaus (ähnlich wie in der Musik und Architektur) als angewandte Mathematik. Das gilt übrigens ebenso für den Georgengarten, auch wenn es dort keine geraden Linien sind, die den Raum gliedern. Gartenkunst ist also angewandte Mathematik – aber mit durchaus entscheidenden Abweichungen von der perfekten Geometrie. So gibt es im ganzen Großen Garten keinen rechten Winkel. Das hat man damals bewusst gemacht, weil es sonst als langweilig empfunden worden wäre. Das leicht Schiefe oder Schräge macht den Reiz für das menschliche Empfinden aus. Getreu dem Satz: „Wahre Schönheit ist nicht perfekt; das Wunder braucht ein Geheimnis.“

Die Herrenhäuser Gärten dienten auch immer zur Demonstration der absoluten Macht der Herrscher. Sie waren zugleich Festraum. So zogen der Hof und damit auch der Garten die Kultur an. Das Heckentheater wurde bespielt, es wurden Bälle organisiert und die Regenten und Regentinnen haben nicht allein zugeschaut, sondern waren oft Mitspieler/innen auf der Bühne.

Es gibt einen Teil im Berggarten, der Paradies heißt. Können Sie der Verbindung der Begriffe Garten und Paradies etwas abgewinnen?

Das kommt natürlich immer darauf an, wie man Paradies definiert. Auf jeden Fall gibt es eine Sehnsucht in uns Menschen: Wie bekomme ich etwas vom Paradies zurück, das ich dann aber zugleich selbst gestalten kann (siehe die biblische Aufforderung, die Erde zu „bebauen und zu bewahren“)? Überall dort, wo eine Blume wächst und nicht allein dem Nutzen dient, da beginnt die Schönheit, die Kultur. Bedenkt man dann noch, dass früher der Große Garten zu 50 Prozent Nutzgarten war, dann kamen hier Schönheit und Nützlichkeit großartig zusammen.

Zugleich lehrt einen der „Paradiesgarten“ aber auch die Demut. Ich kann und will im Garten gestalten und zugleich setzt mir die Natur, die bis heute oft genug macht, was sie will, ihre Grenze. Nicht alles, was ich plane, gelingt darum auch.

Und noch etwas können wir im und an den Gärten lernen. „Garten denken“ heißt in den Kreisläufen der Natur zu denken und sich der eigenen Vergänglichkeit immer bewusst zu bleiben. Beides lässt sich verschiedentlich in den Gärten entdecken.

Welche Ideen für die Zukunft im Blick auf die Gärten treiben Sie noch um?

Ich würde gern an der Stelle des heutigen Kanarenhauses ein großes neues Ausstellungshaus bauen. Dazu möchte ich gern das einzigartige Gartentheater wieder in seinen Originalzustand zurückverwandeln. Ich hoffe, dass dies noch gelingt.

Lieber Herr Clark, vielen Dank für dieses intensive Gespräch.


500 Jahre Thesenanschlag Martin Luther

Im Oktober 2017 jährt sich der Thesenanschlag Martin Luthers zum 500. Mal. Die 95 Thesen, die er an die Kirchentür geschlagen haben soll, entsetzten natürlich den katholischen Klerus, besonders den Papst und demzufolge auch den katholischen Kaiser Karl.

Kaiser Karl berief deshalb 1521 den Reichstag in Worms ein, wo über das weitere Vorgehen gegen Luther, dem freies Geleit zugesichert war, beraten wurde. Papst Leo X. exkommunizierte Luther und ließ die Gefolgsleute verfolgen. Zu weiteren Entscheidungen wie z. B. zur Reichsacht kam es aber nicht, weil der Kurfürst von Sachsen, Friedrich der Weise, Martin Luther beistand.

Nicht viele Ereignisse haben die Welt so verändert wie diese Glaubens-Revolution, die mit Martin Luthers Anschlag der 95 Thesen begann.

Doch welche Auswirkungen hatte die Reformation eigentlich auf unsere Region?

1520 übernahm Herzog Ernst (der Bekenner) von Braunschweig-Lüneburg – zunächst gemeinsam mit seinem älteren Bruder Otto – die Regierung des Fürstentums Lüneburg. Ernst war ein Neffe von Friedrich dem Weisen. Er erhielt ab 1512 seine Ausbildung an der Universität in Wittenberg und wurde dort von der Lehre Martin Luthers geprägt.

In Celle fand sich schon 1524 ein Kreis evangelisch Gesinnter zusammen. Der Landtag in Celle gab dann die Zustimmung zur Reformation. 1526 wurde Burgdorf evangelisch, 1527 Uelzen. Andere Städte des Herzogtums folgten. Ab 1527 griff Herzog Ernst mit seinem Artikelbuch selbst in die Kirchenlehre des Fürstentums ein, er nahm Visitationen vor. Dabei sollten alle kirchlichen Einrichtungen zum neuen Glauben geführt werden. 1530 lernte der Herzog den Prediger Urbanus Rhegius (Urban Rieger) kennen und veranlasste ihn, als Superintendent das Kirchenwesen des Landes neu zu ordnen.

In Hannover regierte Herzog Erich der Ältere von Calenberg-Göttingen. Erich war bekennender Katholik. Im Gegensatz zur hannoverschen Bürgerschaft tendierte der Rat der Stadt Hannover ebenfalls zum Katholizismus. Die Bürger fühlten sich in ihrer Selbständigkeit und Freiheit eingeengt.

Wortführer der Bürger war Dietrich Arnsborg. Am 26. Juni 1533 ließ er auf dem Marktplatz die versammelten hannoverschen Bürger schwören, zu der von Martin Luther angestoßenen neuen kirchlichen Lehre zu stehen. Das war der Beginn der Reformation „von unten“ gegen den Willen des Klerus und des katholischen Landesherrn. Das Bild im Hod­lersaal des Neuen Rathauses zeigt diese Szene.

Die Einwohner der Vordörfer (hierzu gehörte auch Herrenhausen) blieben noch katholisch gesinnt (wohl unter dem Einfluss des „wundertätigen“ Marienbildes von Hainholz, das ihnen viel Verdienst gebracht hatte). Eine Notiz aus einer Hainhölzer Akte: „Anno 1544 ist diese Kirche hier zum Heinholtz auß Päbstlicher Finsterniß an das Licht deß heiligen Evangelii gebracht worden“.

Gitta Kirchhefer


Ein Fest für Alle

Hannover feiert das Jubiläum der Reformation

Es ist ein Fest für alle. Es ist ein Fest der Vielfalt. Es ist ein Fest in der Mitte der Stadt. Es ist DAS FEST zum Jubiläum der Reformation in Hannover:

„Vergnügt.erlöst.befreit.Leben“ ist das Begleitwort für Sonnabend, 26. August 2017, wenn der Evangelisch-lutherische Stadtkirchenverband in Hannovers Altstadt zum Feiern einlädt.

In und an den Kirchen der Innenstadt wird es ein ebenso interessantes wie vielfältiges und außergewöhnliches Musik- und Kulturprogramm geben. Den ganzen Tag wird die Innenstadt pulsieren – voller Gedanken und Ideen, voller Fröhlichkeit und Freude, voller Lebendigkeit und Schwung. Eben „vergnügt.befreit.erlöst“, wie es eine Psalmzeile von Hanns-Dieter Hüsch vorgibt. Diese Zeile lieferte auch den Titel für eine Komposition von Alfred Koerppen, die am Festtag in Hannover ihre Welturaufführung erlebt.

Eingeladen sind die Bürgerinnen und Bürger aus Stadt und Region Hannover, völlig unabhängig von Alter und Konfession. „Es wird ein Fest für alle in der Mitte der Stadt. Dort ist unser Platz“, positioniert Stadtsuperintendent Hans-Martin Heinemann die Evangelisch-lutherische Kirche, die zum Reformationsjubiläum Gastgeberin für alle ist.

95 Tage vor Beginn des Festes - am 22. Mai 2017 - wird das detaillierte Programm öffentlich vorgestellt. Aber so viel kann schon verraten werden: Rund um die Marktkirche gibt es Plätze der Begegnungen, Darstellungen und Beteiligungen. In der Aegidienkirche legen Rapper und DJs nicht nur für Jugendliche auf. In der Neustädter Hof- und Stadtkirche rückt die Zukunft der Religion in der Zivilgesellschaft in den Fokus. Zum Diskurs darüber haben unter anderem bereits der EKD-Vorsitzende Heinrich Bedford-Strohm und Reformationsbotschafterin Margot Käßmann zugesagt. Am Leineufer schlägt die Evangelische Jugend ihr Aktionscamp auf. Zudem gibt es neben viel, viel Musik unter anderem Impulsworte, Orgelfenster, Marktstände, Stundengebete und einen Vesperweg sowie Gelegenheiten der Begegnung, der Stärkung und des Wiedersehens.

Joachim Stever
Referent für Öffentlichkeitsarbeit
Evangelisch-lutherischer Stadtkirchenverband Hannover

Mehr zum Fest für Alle finden Sie unter www.einfestfueralle.de


Werden Sie Pfeifenpate, weil...

Herrenhäuser Orgel

... die Orgel in der Herrenhäuser Kirche mehr Klangfarben erhalten soll.

Die Orgel muss dringend renoviert werden. Bei dieser Gelegenheit möchten wir sie um einige Klänge erweitern, die die Vorgängerorgel besonders ausgezeichnet haben. Dies soll die Möglichkeiten von Musik im Gottesdienst und bei Konzerten wesentlich verbessern.

Wir brauchen dazu Ihre Hilfe. Von den Gesamtkosten von 156.000 € müssen durch Spenden und Pfeifenpatenschaften vor Ort 60.000 € aufgebracht werden. Übernehmen Sie eine Pfeifenpatenschaft. Nähere Informationen, den Info-Flyer und die noch freien Orgelpatenschaftenfinden sie unter Gemeinde / Pfeifenpatenschaften.


Jubelkonfirmation 2017

(Foto: Lotz)

Am 24. September feiern wir mit Pastor Olaf Koeritz in der Herrenhäuser Kirche wieder die Jubelkonfirmationen. Alle, die 1967 (Goldene Konfirmation), 1957 (Diamantene Konfirmation), 1952 (Eiserne Konfirmation) oder 1946 (Gnadenkonfirmation) in der Herrenhäuser Kirche oder in einer anderen Gemeinde konfirmiert wurden, können sich im Gemeindebüro unter Tel. 79 32 42 anmelden.

Sie gehören noch zu den Generationen, in denen bis zu 200 Mädchen und Jungen konfirmiert wurden. Für heutige Zeiten eine gigantische Zahl und eine Herausforderung für uns, Sie alle zu finden, um Ihnen eine Einladung zukommen zu lassen. Melden Sie sich bitte bei uns, wenn Sie eingeladen werden möchten und uns vielleicht auch Adressen von Mitkonfirmierten zukommen lassen können. Wir freuen uns auf Sie und Ihre Mithilfe.


Jahreslosung 2017

Jahreslosung 2017

(Grafik: GEP)